Allerlei
Archiv
Lustige Geschichten und mehr!
Geschichten über Johann Wiedl
(Künstler Name "Schuster")
Beruf - Eisenbahner
Wenn ich an der Bremse steh
und an meiner Kurbel dreh,
denk ich an mein holdes Weib:
dass niemand liegt auf ihrem Leib
und bei später, finstrer Nacht
auf meine Rechnung Kinder macht.
denk ich an mein holdes Weib:
dass niemand liegt auf ihrem Leib
und bei später, finstrer Nacht
auf meine Rechnung Kinder macht.
Quelle: Dietmar Mauer
Angeblich hat er nach dem Krieg bei der Bahn eine Prüfung machen müssen und hat dann seinerseits den Prüfer gefragt, warum in Lundenburg zwei Uhren am Bahnhof hängen, seine Erklärung, dass der zweite nicht warten muss, weil schon einer hinschaut, soll bei den Prüfern nicht besonders gut angekommen sein – angeblich wurde es kurzzeitig etwas streng, bevor sich die Situation wieder beruhigte.
Es ist nicht bekannt, ob er die Prüfung bestanden hat.
Quelle: Anonym
Einmal fragte ihn jemand: „Wiedl Veda, habt’s den Autobus schon wo gsehn?“
Seine Antwort: „In der Holzgundsuttn hob i eahm grod mit da Scheibtruchn überholt!“
(Die „Holzgrund-Suttn“ ist ein heute nicht mehr bestehender Straßenabschnitt zwischen Reintal und Katzelsdorf.)
Quelle: Anonym
Bei der Weinlese sagte meine Mutter zu ihm:
„Geh, Widl Veda, hörn tuats ah schon schlecht?“
Worauf er antwortete:
„Jo, Fini, wann neam a wos red, (wenn niemand etwas sagt) hea i goa nix.“
Der Unterton, mit dem er das sagte, war einzigartig – wir lagen flach vor Lachen.
Zeitzeuge: Walter Stix